Herzlich willkommen bei der LITERATUR IN BAYERN

Sommerfest der Redaktion im Juli 2018, v.l.n.r.: Eckehard Weiß (Stellvertretender Vorsitzender der Freunde der Literatur in Bayern e.V.), Alexander Strathern (Allitera-Verleger), Dr. Fridolin Schley mit Töchterchen, Dr. Michael Stephan, Dr. Gerd Holzheimer, Elisabeth Carr (Vorsitzende Freunde der Literatur in Bayern e.V.), Dr. Klaus Hübner, Renée Rauchalles, Dr. Brigitta Rambeck, Dr. Norbert Göttler, Foto: Ulrike Mertz


Aktuelle Ausgabe Nr. 133, Erscheinungstermin 28. September 2018


Die Ausgabe 133 der »Literatur in Bayern« hat als Schwerpunkt-Thema »Was ist echt?«.

 

Diese Ausgabe erscheint am 28. September 2018. Abonnenten erhalten das Heft umgehend direkt per Post zugestellt. Sind Sie kein Abonnent, dann können Sie die Zeitschrift auch über den Buchhandel, über Presseverkaufsstellen oder direkt über den Verlag beziehen. Falls Sie noch kein LiB-Abo haben oder eines verschenken möchten, ist das hier möglich.


Halkyonischer Nachmittag

Ein kleines Fest der Literatur in Bayern

»Das sind die Tage dann, / 

da Menschen auf der Erde / 

­dastehn mit frischem Trost / 

und stolzerer Gebärde«
(Otto Erich Hartleben: Halkyonisches Brevier)


»MittagessenMittagessenMittagessen« war, wenn auch stets nur etwas hingenuschelt, eine der legendär gewordenen, magischen Formeln des Wolfgang Vogt, zu Lebzeiten Schatzmeister der Literatur in Bayern, mit denen er nicht nur Leib und Seel seiner Mitstreiter zusammenzuhalten pflegte: Es kam auch immer etwas dabei heraus, ein Ergebnis, das die reine Arbeitssitzung nicht immer hervorbringt. In seinem Geist trafen sich Redaktion, Vorstand des Vereins Freunde der Literatur in Bayern und der Allitera Verlag im Sommer zu einem kleinen Fest.
Inspirierend für ein Gruppenfoto wirkte dabei eine Aufnahme (oben, Foto: Literaturportal Bayern) aus dem Garten von Max Halbe in Bernried am Starnberger See, aufgenommen um die vorletzte Jahrhundertwende, welche die Herren Otto Julius Bierbaum, Georg Schaumberg, Oskar Panizza, Michael Georg Conrad, Hanns von Gumppenberg und Julius Schaumberger in trauter Runde zeigt. »Arkadisch«, »bukolisch«, »halkyonisch«? Gleichviel: beglückend. So fanden wir zusammen, die Fotografin Ulrike Mertz fertigte eine Skizze (Mitte) an, um den Geist der historischen Aufnahme zu erfassen und auf unsere Zeit, unsere Situation zu übertragen (unten, Foto: Ulrike Mertz).

Was sich hier spielerisch ausdrückt, dem fühlt sich die LiB als geistige Tradition verpflichtet, wie es Otto Huber in seiner Zeit als Dramaturg der Passionsspiele in Oberammergau so schön formulierte: »Was in den geistigen Kornkammern von Kunst und Kultur der Region an humaner Substanz ist.«
Den Zeitläufen gemäß wird sich die Redaktion der LiB verstärkt auch einer Literatur als Erprobungsfeld politischen Selbstverständnisses zuwenden, nicht parteipolitisch, aber als Bekenntnis zu einem Gut, das nicht mehr selbstverständlich zu sein scheint: der Freiheit des Geistes. In diesem Sinne schart sich das Team nicht nur aus Scherz um die rote Bulldogge des Simplicissimus, die aus einer Ausstellung aus dem Jahr 1996 im Institut für Bayerische Literaturgeschichte, damals noch im Amerikahaus, durch all die Zeiten hindurchgerettet werden konnte.